Beschichtungen von Gips im Aussenbereich mit Blick auf das Meer  

Rakennusperinteen suojelua pohjolassa
Maalattuja kipsistä valmistettuja ulkokoristeita, taustalla  merinäköala           

Besondere Aufgaben verlangen besondere Lösungen.          

Die Finnische Nationalbibliothek, bis 2006 Universitätsbibliothek Helsinki, ist die älteste und wichtigste wissenschaftliche Bibliothek Finnlands. Es handelt sich um die Universitätsbibliothek der Universität Helsinki, die zugleich auch als Nationalbibliothek und damit der Pflege des finnischen Kulturerbes dient. Das klassizistische Hauptgebäude geht auf Pläne von Carl Ludwig Engel zurück und wurde 1840–1846 erbaut. Im Laufe der Zeit wurde das Gebäude mehrfach erweitert. Es liegt direkt beim Hauptgebäude der Universität im historischen Zentrum Helsinkis.        

     

Die Lage der Nationalbibliothek in Helsinki ist sehr extrem und für jeden Anstrichstoff eine Herausforderung. Im Sommer sind Temperaturen über +30°C keine Seltenheit, ebenso wie im Winter <-30°C, dazu das Meeresklima.          

Dom Helsinki

Wir als Schweizer Farbenfabrik sind stolz darauf schon seit Jahrzehnten für Lösungen, nicht nur im Denkmalschutz, in Finnland bekannt zu sein. So wurden schon vor über 20 Jahren grosse Objekte mit Silikatfarben, Kaseinfarben, Silikonharz-farben für Innen und Aussen, Kalkfarben (Samuro + Saxolit) wie auch Ölfarben angewendet. Als Referenz dient unter anderem der Dom von Helsinki. Dort wurden die Fenster, Teile der Fassade sowie die Säulenkapitelle mit Saxotol Ölfarbe gestrichen. Erstaunlich ist auch, dass die Sax Mineralfarbkarte sich gerade in einem so nordischen Land einer sehr hohen Beliebtheit erfreut. Seit über 2 Jahren wird auch das bewährte Farbenmischsystem SaxMix in Finnland eingesetzt.          

Zurück zur Nationalbiblothek: Hier war die Herausforderung ähnlich wie beim Dom, die Kapitelle der Säulen sind aus Gips, was einem im ersten Moment verwundert.  
Unter Kapitelle versteht man den oberen Abschluss einer Säule, eines Pfeilers oder eines Pilasters. Ein Kapitell ist in der Regel plastisch deutlich ausgeformt. Es ist ein wichtiges ornamentales Element und wird figurativ ausgeführt. Gips im Aussenbereich und dann noch in dieser exponierten Lage! Vor gut 160 Jahren war dies aber die einzige vernünftige Lösung um so schön geformte Fassadenelemente zu schützen. Vor 160 Jahren gab es natürlich noch keine moderne Bauchemie mit Silikonen und Acrylatharzen. Das einzige was sich schon immer bewährt hatte war Leinöl.          

Leinöl penetriert auf Grund seiner kleinen Moleküle tief in den Untergrund ein. Polymerisiert dort durch Sauerstoffaufnahme und imprägniert den Baustoff Gips relativ wasserfest. Untersuchungen der staatlichen Denkmalschutzbehörde zeigten eindeutig Reste von Leinöl in den alten Beschichtungen. Man verfügt im Archiv sogar über Bilder aus dem letzten Jahrhundert wonach selbst die Säulen zumindest eine Zeitlang mit einer glänzenden Ölfarbe gestrichen waren. Auf jeden Fall wurde entschieden wieder ein Ölfarbenanstrich nach historischem Vorbild zur Sanierung einzusetzen. Dabei werden ausschliesslich Produkte der Sax-Farben AG aus der Schweiz verwendet, die als eines der führenden Unternehmen nicht nur im Bereich Ölfarben, sondern überhaupt für historische Anstriche in Europa gilt.