Archiv: 2010


Schöne Festtage

Zusammenkommen ist ein Beginn,
zusammenbleiben ist ein Fortschritt,
zusammenarbeiten ist ein Erfolg.
(Henry Ford)

Geschätze Kundschaft, sehr geehrte Damen und Herren. 
Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen alles Gute und
ein möglichst farbenfrohes, erfolgreiches 2011.

Ihr Sax-Team

 

Vermeidung von Sheeneffekten

Streiflicht und „Sheeneffekt“ in Innenräumen
  

In Innenräumen besteht häufig der Wunsch nach Helligkeit und Licht. Dies trifft für Wohnräume wie auch für Arbeitsräume gleichermassen zu. Damit auch viel Licht in die Räume eindringen kann, werden Fenster und Glastüren oftmals bis unter den Bereichen der Decken und möglichst bündig mit Innenwänden eingebaut. So entsteht ein Lichteinfall, der an den Wänden und Decken direkt entlang „streifen“ kann (Streiflicht).
Innenwandfarben, oftmals „billig“, erfüllen zwar die DIN EN 13300 sind dann auch als matt eingestuft, erfüllen aber in der Regel nicht die Anforderungen an derartig hohen Ansprüchen. Deshalb werden von der Firma SAX vor allem hochwertige Innenwandfarben gegen solch ungewollte Effekte hergestellt.

Zu den besonders geeigneten Produkten gehören:
NanoGrip, Lithomatt W, Saxsil, OptiPaint und KaliSan.       

Auf Untergründe mit Streiflichteinfall empfiehlt es sich, grundsätzlich Produkte einzusetzen, die nach der DIN EN 13300 einen Glanzgrad von „stumpfmatt“ (< 5%) bei einem Messwinkel von 85° erreichen. Glänzendere Beschichtungen sind bei Streiflichteinwirkung immer problematischer.
NanoGrip hat z.B. einen Glanzgrad von 0,6% !!! 

Bei der Verarbeitung sollten kurzflorige, hochwertige Farbroller verwendet werden. Der Anstrich sollte bei der Ausführung in eine Richtung, nass in nass, möglichst von der Lichtquelle weg gerollt werden, um Schattenwirkungen vorzubeugen. Ansätze, z.B. bei grösseren Flächen, sind zu vermeiden. Die Menge des Farbauftrages muss gleichmässig sein. Es ist auch unbedingt darauf zu achten, dass der Untergrund nicht mehr zu stark saugt (aufbrennen). Ebenso sollte die Umgebungsluft nicht zu trocken oder die Temperaturen zu hoch sein (Fussbodenheizung).      

Ein Problem ist auch immer wieder, dass nach den Malerarbeiten teilweise Ausbesserungsarbeiten notwendig sind, die der Verarbeiter nicht zu verantworten hat, z.B. durch Transport von Möbeln, Montagearbeiten durch andere Handwerker usw.. Der Maler erhält dann meistens anschliessend den Auftrag Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen, was auf rauhen Untergründen in der Regel kein Problem darstellt. Handelt es sich aber um glatte Flächen, die zudem Streiflicht ausgesetzt sind, ist ein partielles Ausbessern ohne eine anschliessende Abzeichnung der Ausbesserungsstelle nahezu unmöglich. Selbst bei Verwendung der Beschichtung aus dem selben Gebinde, also aus derselben Produktionscharge und mit demselben Werkzeug zeichnen sich Ausbesserungsstellen ab. Gerade hier ist es wichtig, extrem matte Farben wie z.B. NanoGrip oder auch Lithomatt W zu verarbeiten. Die Ursache für das Abzeichnen der Ausbesserungsstellen ist eine Veränderung der Oberflächenstruktur durch den wiederholten Beschichtungsauftrag und eine dadurch bedingte Veränderung der Lichtreflexion. Daher sollte der Auftraggeber vor der Durchführung von Ausbesserungsarbeiten über die Konsequenzen aufgeklärt und darauf hingewiesen werden, dass häufig ein kompletter Neuanstrich der betroffenen Wand- oder Deckenfläche notwendig ist.           

 

Da kann man aufatmen

Innendämmung mit Komfort

Für das Wohlbefinden ist ein gutes Klima unerlässlich. Das gilt insbesondere für das Raumklima in der Wohnung und am Arbeitsplatz. Die Raumtemperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Luftbewegung und die Temperatur der Umgebungsflächen bestimmen das individuelle Wohlgefühl.

Unser Sax-Klima-System hat alle guten Eigenschaften, die für ein gesundes Raumklima sorgen, denn es besteht aus reinen Naturmaterialien Kalk, Sand, Zellstoff und Marmor. Grundlage für die Dämmung und der Feuchtespeicher, ist eine Platte aus Calciumsilikat (Calsitherm Klimaplatte). Als Deckputze verwenden wir reine Kalkputze, in den Körnungen 0,3 / 0,5 und 1,5 mm, die leicht zu verarbeiten sind. Diese Putze können von uns, über unser SaxMix in hunderten von Farbtönen hergestellt werden. Zusätzlich kann das System mit unserer Silikatfarbe KaliPura oder KaliSan (natureplus) überstrichen werden.

Nicht nur für das Wohlbefinden kann man jetzt durchatmen, sondern auch der Planer im Denkmalschutz kann jetzt mit gutem Gewissen an eine Innendämmung denken. Oft ist es nicht möglich die Fassade von aussen zu dämmen, da die Ansicht des Gebäudes nicht verändert werden darf. Sei es Riegelfassaden, Holzfassaden, verputzte historische Fassaden Stukkaturen usw..

Die Firma Sax, als Macher im historischen, wie im modernen Bau, bietet da jetzt Ihr einzigartiges Klima Schutzsystem an.

WÄRMEDÄMMEND – KAPILLARAKTIV – DIFFUSIONSOFFEN -SCHIMMELHEMMEND – NICHT BRENNBAR – UMWELTVERTRÄGLICH

Sax-Klima-Systemwww.klimaplatte.de

Aus Alt mach Neu – Holz ist schön

Die Renovation alter Lasuranstriche

Holz ist der natürlichste Baustoff den es gibt. Holz wächst und Holz vergeht. Und es vergeht umso schneller, wenn der natürliche Schutz fehlt – die Rinde. Eine Holzfassade beispielsweise ist durchaus mit der Funktion unserer Haut vergleichbar. Ohne schützenden Anstrich zerstört das UV-Licht der Sonne den wichtigsten Holzbestandteil, das Lignin. Das Holz wird unansehnlich grau, bekommt Sprünge und Risse, und diese Bedingungen sind ideal für pflanzliche und tierische Schädlinge. Aber auch ungehindertes Eindringen von Regenwasser hinterlässt starke Fleckenbildungen und führt gnadenlos zu Pilzbefall und zur Verrottung.

Wer kennt da nicht das Problem solcher verwitterter Holzuntergründe, oder Flächen die bereits mit dunkler Lasur gestrichen wurden und der Bauherr wünscht wieder eine möglichst helle, gleichmässige, mit Lasur gestrichener Fläche. Hier bietet das Saxotol Ölsystem eine optimale Lösung.

Renovation von dunklen Lasur-Anstrichen

Dunkle Lasuranstriche lassen sich nur mit sehr grossem Aufwand (Abschleifen, Ablaugen, Sandstrahlen) heller streichen. Mit der deckend eingestellten Naturöl-Farbe Saxotol RenoGrund hell oder dunkel kann der Altanstrich grundiert werden. Der nachfolgende Anstrich im gewünschten Saxotol-Öl-Lasurfarbton ergibt dann eine gleichmässige Oberfläche.

Lasuranstriche auf altes und neues Holz kombiniert

Lasur-Anstriche auf altes und neues Holz erscheinen optisch unschön und mit grossen Farbtondifferenzen. Mit der deckend eingestellten Öl-Farbe Saxotol RenoGrund hell oder dunkel lassen sich die Holzfarbtonunterschiede hervorragend ausgleichen. Der nachfolgende Lasuranstrich ergibt dann ein dauerhaftes und gleichmässiges Anstrichbild.

Mit dem Saxotol-Öl-System gestrichene Hölzer zeichnen sich durch eine besonders gute Diffusionsfähigkeit aus. Sie lassen die Feuchtigkeit heraus und beginnen somit nicht zu faulen.

Im Gegensatz zu Alkydharzlacken springt die Anstrichschicht nach langjähriger Bewitterung nicht auf und muss somit nicht abgeschliffen bzw. abgelaugt werden. Der bestehende Altanstrich wird lediglich mit Salmiakwasser abgewaschen bzw. angelaugt und kann dann erneut gestrichen werden.

Die zu streichende Fläche muss allerdings tragfähig und trocken sein. Nicht ausreichend haftende Altanstriche oder lose Holzfasern müssen durch ablaugen und schleifen bis auf das rohe Holz entfernt werden. Nicht bei direktem Sonnenlicht applizieren.

Möglicher Aufbau:

Holzuntergrund durch schleifen oder strahlen vorbereiten.

1 x Saxotol-RenoGrund im Holzton hell oder dunkel

2 x Saxotol-Oel-Lasur (siehe Merkblatt ”Saxotol-Öl-Lasur”)

Beim Streichen ist darauf zu achten in die Holzfaserrichtung zu arbeiten.

Vor dem weiterarbeiten mit Holzlasur ist ein leichtes anschleifen mit einem Schleifvlies von Vorteil.

FARBRAUM STADT

Eine Untersuchung und ein Arbeitswerkzeug zur Farbe in der Stadt

Das Projekt

Aus der Überzeugung heraus, dass die Farbe in ihrer Allgegenwärtigkeit unsere Lebensräume massgeblich mitgestaltet und prägt, startet das Haus der Farbe, bestärkt durch eine Anfrage des Amtes für Städtebau Zürich und unter dessen Patronat, im Jahre 2005 das Forschungsvorhaben <<Farbatlas Zürich>>.

Mit der namhaften Unterstützung des Projektpartners Sax-Farben AG, Urdorf / Schweiz, entstand das Grundlagenwerk für das Erfassen, Analysieren und Gestalten von urbanen Farbräumen, das Fachleuten als Werkzeug und Inspirationsquelle für das eigene Schaffen dient.

Das Kompendium <<FARBRAUM STADT>> beinhaltet verschiedene Elemente:

Das Buch
Das Buch erläutert die Methoden und Ergebnisse der Forschungsstudie, macht verschiedene Farbidentitäten aus und bietet damit eine Gesamtschau der Stadt Zürich.

Die Farbpoträts
96 hochwertige Reproduktionen handgemalter Farbpoträts zeigen jeweils sämtliche Farben eines farbgestalterischen interessanten Gebäudes.

Der Plan
Der Plan basiert auf den Fassadenfarben der rund 41000 einzelnen Gebäuden der Stadt Zürich und vermittelt so einen einzigartigen Eindruck des Architekturkolorits der Stadt.

Der Epochenfächer 100
Der in Zusammenarbeit mit der CRB erstellte Farbtonmusterfächer zeigt 100 epochentypische Architekturfarben von Gebäuden aus den Jahren 1900 bis 2010, die im Rahmen der Studie ermittelt wurden. Ein wichtiges Werkzeug für den Handwerker, Baufachleute und Architekten.

Aus rund 800 nachgemischten Fassadenfarben wurden für den <<Züricher Farbfächer>> 115 Farbtöne ausgewählt.

Mit dem offiziellen erscheinen der FARBRAUM STADT.BOX ZRH am 15. Juni 2010, bietet die Sax-Farben AG als Projektpartner alle 115 Farbtöne des <<Züricher Farbfächer>> in den bewährten Fassadenfarben, wie:
Hydrosil Silikonharzfassadenfarbe,
Oekosil Mineralfassadenfarbe,
MonoSilikat Reinsilikatfassadenfarbe und bei den hellen Tönen sogar in den Kalkfarben Saxolit und Samuro an.
Natürlich stehen die Farbtöne auch in den bewährten Ölfarben Saxotol zur Verfügung.

Projektpartner:

Amt für Städtebau Zürich
Schweizerische Zentralstelle für Baurationalisierung CRB
VASP datatecture GmbH
Fontana & Fontana
Holcim (Schweiz) AG
Sax-Farben AG Lack- und Farbenfabrik

Bezugsquelle:

Das Gesamtset (BOX ZRH und Epochenfächer 100) kann bei
der CRB oder unter www.farbraumstadt.ch bestellt werden.

Farbraum Stadt Zürich

Was ist das eigentlich „Silikonharz-Fassadenfarbe“?

Obwohl schon fast ein Oldtimer (die Firma Sax-Farben AG brachte die erste Silikonharzfarbe mit dem Namen Hydrosil, in der Schweiz vor über 35 Jahren auf den Markt – CH-Patent Nr. 618462), gehören Siliconharzfarben zu den modernsten Beschichtungssystemen und bieten bei der Erstbeschichtung, Renovierung oder Sanierung überlegene Vorteile:

Die spezielle Kombination der besonderen Eigenschaften von mineralischen und kunstharzgebundenen Anstrichen schützt die Fassaden zuverlässig und langfristig. Mineralisch, da Silikonharz aus Quarzsand, also Siliciumdioxid hergestellt wird. Ausserdem überzeugen Siliconharzfarben wie Hydrosil oder auch AlgiBloc als mineralähnliche Beschichtung auch bei der Gestaltung von Fassaden im privaten, öffentlichen und wirtschaftlichen Bereich sowie bei denkmalgeschützten, historisch wertvollen Bauten. Wichtig im Vergleich zu anderen „modernen“ Anstrichstoffen liegen durchwegs nur positive Erfahrungen von über 35 Jahren vor. Nach fast 4 Jahrzehnten Hydrosil am Markt kann man sicher behaupten, Silikonharzfarben erfüllen ihre Funktionen und Aufgaben perfekt, halt eben richtig schweizerisch.

Neben der dekorativen Funktion haben Fassadenfarben vor allem eine Schutzfunktion zu übernehmen.

Sie werden ständig sehr hohen Belastungen durch Witterungseinflüsse wie Wasser, UV-Strahlen sowie Luftverschmutzungen ausgesetzt und müssen deshalb vor allem wetterbeständig sein. Witterungs- und Umwelteinflüsse greifen jede Fassade an. Das kann zu Schäden wie Algenablagerung, Rissbildung, Salzausblühung oder Abplatzung der Beschichtung führen. Als Folge dieser Schäden geht allzu oft wertvolle Bausubstanz verloren.

Weitere wesentlichste Forderungen beziehen sich auf die Haftung zum Untergrund, Wasserdampfdurchlässigkeit („Atmungsaktivität“), Wasseraufnahmefähigkeit, Fähigkeit der Rissüberbrückung sowie Beständigkeit gegenüber dem Bewuchs von Mikroorganismen, insbesondere von Algen und Moos zeichnen Hydrosil oder AlgiBloc aus.

Und das Beste daran, Hydrosil funktioniert auf allen Untergründen und das schon seit über 35 Jahren !

Silikonharz

Was hätte Wolfgang dazu gesagt ?

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832 / 82 Jahre)

Was würde Goethe, wir nennen Ihn hier der Einfachheit wegen Wolfgang, wohl dazu sagen, wenn er wüsste, dass es einer Schweizer Firma endlich gelungen ist eine einfache reinmineralische Wasserglasfarbe herzustellen.

Schon im Mittelalter war das Bindemittel flüssiges Kaliumsilikat, als „Liquor Silicium“ bekannt. Es fehlten jedoch gute Produktions- und Anwendungsmöglichkeiten um damit Farben herzustellen.

Grosse Hoffnungen setzte im Jahr 1768 Wolfgang auf seine Versuche mit Wasserglas.

Heute wissen wir viel mehr über diese wundersame Flüssigkeit Liquor Silicium. Wir bezeichnen sie als Wasserglas. Wasserglas erstarrt aus einer Schmelze zu glasartigen, also amorphe, wasserlösliche Natrium- und Kaliumsilicate. Zur Herstellung von festen Wassergläsern (Festgläser) werden Gemenge aus Quarzsand und Kaliumcarbonat (für Kaliwasserglas) unter CO2-Entwicklung bei 1100 °C bis 1200 °C verschmolzen.

Seit dem ausgehenden 18 Jahrhundert ist die Mineralfarbentechnik mit Wasserglas bekannt und wird ausgeführt. Die Sax-Farben AG beschäftigte sich im ausgehenden 18. Jahrhundert mit diesen Techniken und entwickelte eine 2 K Silikatfarbe, unsere noch heute im Einsatz stehende Pursilikat Farbe. Aufgrund der komplizierten Verarbeitung setzte sich die 2-Komponenten Technik aber gegen die leicht zu verarbeitenden Kalkfarben nie richtig durch. Mit dem Einsatz der modernen Polymerchemie verschwanden diese Mineralfarben jedoch fast alle ganz vom Markt. Erst in der neueren Zeit, aufgrund von neuen Erkenntnissen in Bezug auf Bauphysik und gemachter Fehler, besann man sich wieder auf die „Mineralfarben“.

Jetzt ist es der Firma Sax gelungen eine reine Mineralfarbe zu entwickeln wie Wolfgang es schon versucht hatte. Eine wasserglasgebundene Farbe mit einem organischen Anteil von < 1%, absolut frei von polymeren Bindemitteln. Mit all den guten Eigenschaften der Zweikomponentensilikatfarben, aber lagerstabil und einfach in der Anwendung wie eine Kalkfarbe.

MonoSilikat ist eine einkomponentige, dispersionsfreie Silikatfarbe nach DIN EN 1062 für hochwertige Fassadenanstriche auf Basis spezieller Kali-Wassergläser.
MonoSilikat kann auf allen mineralischen Putzen der Mörtelgruppe PI bis PIII eingesetzt und grundsätzlich auf allen mineralischen sowie rein silikatischen Altanstrichen gestrichen werden. Dank seiner dispersionsfreien Formulierung eignet sich MonoSilikat besonders zur Renovierung historischer Bausubstanz oder im ökologischen Wohnbau.

>  rein silikatisch gebunden
>  dispersionsfrei
>  einkomponentig
>  ohne Hydrophobierungsmittel
>  nicht filmbildend
>  mineralisch matt
>  nicht brennbar (DIN 4102-A2)
>  antistatisch, nicht thermoplastisch
>  beständig gegen Industrieabgase und sauren Regen
>  hohe Witterungsbeständigkeit
>  unquellbar
>  nur absolut lichtechte, anorganische Farbpigmente

Kalkweiss

Ein Synonym für kalkweiss ist blass oder fahl. Manche bezeichnen auch Farbtöne mit Kalkweiss, wen erinnert Kalkweiss nicht an Griechenland und seine weiss getünchten Kirchen und Häuser vor ewig blauen Himmel. Was ist aber eigentlich Kalkweiss oder besser Kalkfarbe oder Tünche?

Grundsätzlich wurde in der Schweiz, für Fassadengestaltung unumstritten, über alle Epochen bis Anfang des 20. Jahrhunderts, fast ausschliesslich das mineralische Bindemittel Sumpfkalk benutzt. Es diente zugleich auch als das wichtigste Weiss. Die Farben wurden entweder al Fresko oder in der Technik der Kalkmalerei aufgetragen. Die Wahl der Maltechnik für historische Dekorationen, ob Fresko oder Kalkmalerei, ist stark auf Regionen bedingt. Am Alpensüdfuss wie im Alpenraum, vor allem in den Kantonen Graubünden und Tessin, wie auch vereinzelt in den Gebieten am Alpennordfuss hat man die Freskotechnik vorgezogen, sofern es sich um die Erstfassung handelt. In den übrigen Regionen benutzte man eher die labilere Technik – die Kalkmalerei. Während der Renaissance und vor allem im 18. und 19. Jahrhundert, finden sich im Norden der Alpen vorwiegend Kalkmalereien.

Was verstehen wir nun unter Fresko-, Kalk- und Seccomalereien?

Von fresco oder fresco buono spricht man, wenn ein wesentlicher Teil der Malerei auf den noch frischen, aber bereits druckfesten Kalkverputz ausgeführt ist. In der Regel werden die Pigmente mit Wasser, Kalksinterwasser oder Kalkmilch angerieben oder darin eingesumpft und dann auf dem Kalkmörtel vermalt. Der Kalk (Calciumhydroxid) im Verputz nimmt aus der Luft Kohlensäure auf, es entsteht die Verbindung Calciumkarbonat, das die al fresco aufgetragenen Pigmente wetterfest mit dem Verputz abbinden lässt. Kalk ist nicht nur Bindemittel sondern auch Farbe, denn Kalk wird auch zum Aufhellen von Farbtönen benutzt. Oftmals wurden Zusätze von Öl oder Eiweiss (Kasein) gemacht, diese funktionierten als Verzögerer beim Abbindeprozess einer Fresko- oder Kalkmalerei. Diesen Effekt kennen alle Maler die mit Kalk umgehen können und geben deshalb zum Beispiel dem dick aus der Grube gestochenen Kalk oft pro Eimer einen bis zwei Esslöffel Leinöl dazu.

Von einer Kalk- und Seccomalerei sprechen wir, wenn sie auf einen trockenen, schon längst abgebundenen Putz ausgeführt wird oder auf einen alten Kalkanstrich. Doch vor dem Farbauftrag muss dieser Verputz immer gut genetzt werden. Zum vornetzen empfiehlt sich Kalksinterwasser, zumindest vor dem ersten Anstrich, dieses bewirkt eine gewisse Realkalisierung des Untergrundes. Nur diese alten Techniken sind echte Mineralfarbenanstriche.

Die Sax-Farben AG bewahrt diese Tradition als verlässlicher Partner nicht nur für das Denkmalgeschützte Gebäude seit über 120 Jahren. Neben Silikatfarben (Oekosil) und den modernen Silikonfarben (Hydrosil) werden wieder vermehrt Kalkfarben vor allem in der Seccotechnik mit Samuro oder Saxolit (Kalk-Kasein) ausgeführt.

Kalkkreislauf